Sonntag, 12. Oktober 2014

Zündfunk Netzkongress #zf42 - die re:publica des Südens

Titel ist, wie so oft, Programm. Am 10. und 11. Oktober 2014 fand zum zweiten Mal der Zündfunk Netzkongress mit dem Motto "Don't panic" in München statt. Es folgen einige Eindrücke der re:publica des Südens.

Am Freitag ging es mit guten Karten und analogem Ticket auf zum digitalen Klassentreffen der Medienbranche.



Frank Rieger vom Chaos Computer Club eröffnete mit der Frage: "Haben wir unsere digitale Zukunft noch in der Hand?" auf der großen Bühne den #zf42. Nach einer bejahenden Antwort und guten Implusen (zum Nachhören hier entlang), wurde Antigone neuinszeniert. Neudeutsch heißt diese Art der Wiederaufführung Reenactment. Der Titel des Stückes hieß dann: "Antigone: Manchmal reicht ein Blick aufs Smartphone, damit Du Dein Leben in Frage stellst". Und so fand das Stück sowohl auf der Bühne als auch auf den verschiedenen Devices im Publikum statt. Während der Aufführung haben wir Zuschauer unterschiedliche Nachrichten und Informationen via Twitter und Facebook erhalten. Theater und Antigone mal anders! Nachdem wir uns in der Volksküche gestärkt hatten, ging es weiter mit dem Meme-ory. Dirk von Gehlen testete unser Internet-Wissen über die Lach- und Sachgeschichten des Netzes, die Phänomeme.

Ich mag euch jetzt nicht mit meinen Kommentaren zu jeder einzelnen Samstag Session langweilen, Eindrücke und Aufzeichnungen findet ihr im Netz zum Beispiel unter dem Hashtag #zf42, auf Soundcloud, YouTube, der Zündfunk Netzkongress Seite oder der Suchmaschine eures Vertrauens.

Alles in allem wurde ich in meiner Ansicht bestärkt, nicht panisch zu werden, wenn es um die digitale Transformation geht, sondern unaufgeregt, gerne auch kontrovers, aber konstruktiv die neusten digitalen Entwicklungen zu analysieren und zu debattieren. Ich bin schon heute gespannt, über was wir beim Zündfunk Netzkongress 2015 diskutieren werden und habe dem Zündfunk auf Anfrage (hier zum Feedback Formular für alle Teilnehmer) folgendes Feedback dafür mit auf den Weg gegeben:

"ich fand den #zf42 SUPER gelungen, wenn ich mir was wünschen könnte, dann:

  • die Twitter Namen der Referenten im Programm 
  • eine übersichtlichere Auflistung der Sessions, beispielsweise als Stundenplan um auf einen Blick sehen zu können, welche Sessions parallel laufen 
  • einen kurzen Teasertext zum Inhalt der jeweiligen Session 
  • das Essen in der Volksküche war und ist lecker, dennoch wäre eine Optimierung der kulinarischen Versorgung fein, um nicht zuletzt ein Café-und-Food-Gate zu vermeiden 
  • ein anderes Einlasssystem, keine Zwei-Tages-Bändchen

Ansonsten sage ich gerne auch an dieser Stelle nochmal DANKE an die Organisatoren und Teilnehmer des #zf42 für zwei wunderbare Tage mit zuweilen weniger wunderbaren Ohrwürmern ;) aber jeder Menge Spaß - es war mir eine Froide!

Mittwoch, 24. September 2014

Blogparade #digitalLEBEN

Auf Twitter bin ich auf die Blogparade #DigitalLEBEN gestoßen. Als @Nico Lumma dazu gestern zwitscherte: „Blogparade zu #DigitalLEBEN – nicht erschrecken, da steht SPD oben drüber. Macht mal trotzdem mit.“ antwortet ich „ ich mache trotzdem und gerne mit.“ Nachfolgend also mein Beitrag zur Blogparade #digitalLEBEN - und vorab (m)ein Disclaimer:

ja, ich habe Politikwissenschaft studiert. nein, ich bin in keiner Partei. ja, ich arbeite bei Mircosoft. nein, das hier ist mein privates Blog und meine persönliche Meinung. ich finde die Idee der Blogparade #digitalLEBEN einfach gut und hätte daran auch teilgenommen, wenn sie von den Grünen, der CSU, der CDU, sprich einer demokratischen Partei oder auch einer NGO, einem Unternehmen, einer Organisation, einem Blogger, tbc. initiiert worden wäre. mir geht es hier nicht um parteipolitische Interessen, sondern darum wie wir als Gesellschaft ein digitales Deutschland gestalten können. Damit aber genug der Vorworte: #digitalLEBEN here we go:

  1. In einer digitalen Welt zu leben, bedeutet für mich . . flexibel und vernetzt interagieren zu können.
  2. Mein Computer ist für mich. . welcher Computer jetzt genau? Im Grunde habe ich gar keinen Computer mehr, sondern nur noch Laptop und SchlauPhone. Meine Geräte, neudeutsch Devices, sind für mich Medium und Mittler meiner Daten, Dokumente, Bilder und Musik – und das egal ob privat oder beruflich, ob auf dem Laptop, dem Lumia 930 oder dem ApfelPhone.
  3. Wirklich gut! Die größte Chance durch Digitalisierung ist . . der flexible Zugang und Umgang mit Informationen und Daten.
  4. Bedrohlich! Wir müssen aufpassen, dass . .  jeder Souverän seiner Daten bleibt und über die Chancen, aber auch die Risiken der Digitalisierung ausreichend informiert ist.
  5. Die Digitalisierung verändert mein Leben durch. . neue Möglichkeiten der Information, Kommunikation, kurzum der Interaktion.
  6. Chatten mit den Enkeln, Einkaufen per Mausklick, Arbeiten ohne feste Bürozeiten. Was bringt die Digitalisierung für Familien und Ältere? Für beide Zielgruppen bringt die Digitalisierung enorme Vorteile mit sich und ermöglicht beispielsweise eine ortsunabhängige Kommunikation und Erreichbarkeit. Eltern und Großeltern können dank Skype, WhatsApp und Co. mit ihren Liebsten in Kontakt stehen – egal ob sie am anderen Ende der Welt wohnen oder noch oder schon wieder die Füße unter den heimischen Esstisch stellen. Die Digitalisierung bietet zudem die Möglichkeit mobiler zu arbeiten, Home Office problemlos(er) zu gestalten. Davon profitieren Familien und Ältere in gleichem Maße, denn nicht nur die Betreuung durch die eigenen Eltern, sondern auch die Betreuung von den eigenen Eltern wird, in meinen Augen, in Zukunft eine enorm wichtige gesellschaftliche Rolle spielen.
  7. Programmieren in der Grundschule, das gesamte Faktenwissen der Welt in der Suchmaschine. Wie sollte Bildung der Zukunft aussehen? Barrierefrei, multimedial und inklusiv.
  8. An jedem Ort arbeiten können und ständig erreichbar sein. Was bedeutet das für Arbeit im Digitalen Zeitalter? Das bedeutet einen riesigen Mehrwert, der allerdings auch Disziplin erfordert. Hier zitiere ich gerne meinen Kollegen, Thorsten Hübschen, der in einem Interview den Satz sagte: „der immer-und-überall-Arbeiter, muss nicht immer und überall arbeiten.“ Und genau DAS muss man wiederum können und leben.
  9. Was müssen wir im digitalen Zeitalter tun, damit unsere Wirtschaft erfolgreich bleibt? Alle Unternehmen müssen mitgenommen werden: vom Startup, über den Mittelstand bis hin zu den ganz Großen. Nur wenn es uns gelingt alle vom Nutzen der Digitalisierung zu überzeugen, laufen wir nicht Gefahr international den Anschluss zu verlieren.
  10. Die Digitalisierung schafft Chancen und birgt Risiken. Von der SPD erwarte ich, dass… sie beim Thema die Parteizugehörigkeit hintenanstellt und parteiübergreifend an der Umsetzung eines digitalen Deutschlands arbeitet.

in diesem Sinn auf die digitale Transformation, einen flächendeckenden Breitbandausbau, digitale Bildung für jung und alt, kurzum auf ein digitales LEBEN!


UPDATE: Blogparade #digitalLEBEN analog.

Ricarda hat in diesem Neuland meinen Blogpost bzw. die Bloparade entdeckt, daraufhin selbst bei #digitalLEBEN mitgemacht, mich in ihrem lesenswerten Beitrag verlinkt, ich mich in einer Mail dafür bei ihr bedankt und zugleich freundlich-frech gefragt, ob sie denn nicht Zeit und Lust hat sich mit mir zu treffen. Gesagt bzw. geschrieben, getan - und so habe ich mich letzte Woche mit Ricarda getroffen, schön war's! #digitalLEBEN analog.

#digitalLEBEN analog
 

Freitag, 5. September 2014

#anaerui2014 - portugiesische Traumhochzeit 2.0

Diejenigen, die mit mir auf Facebook befreundet sind und/oder mir auf Twitter folgen, erzähle ich nichts neues, wenn ich schreibe, dass ich kürzlich auf einer portugiesischen Traumhochzeit war, denn mit #anaerui2014 hatte das befreundete Brautpaar einen eigenen Hashtag ausgegeben und die Gäste ausdrücklich gebeten den Tag auf Facebook, instagram, Twitter und Co. festzuhalten.

#anaerui2014

Trotz einer großen digitalen Affinität und einem einigermaßen profunden Wissen war ich - typisch deutsch - kurz skeptisch als ich die Schilder mit #anaerui2014 sah. Freundete mich aber sehr schnell schon mit dem Gedanken und dem Hashtag an, schließlich hat ja jeder selbst in der Hand, was er wo und wie hochlädt. Stichwort Datensouveränität. Letztlich finde ich die Idee von Ana und Rui einfach nur wunderbar.

  1. Sind wir nahezu alle auf einem sozialem Netzwerk registriert.
  2. Hat fast jeder mindestens ein Fotofähiges Gerät - ob nun Smartphone, Tablet, Digicam oder Spiegelreflex. 

Vor allem auf Festen wie einer Hochzeit entstehen so zig Bilder, die häufig dann aber nur wenige zu Gesicht bekommen bzw. auffinden können. Und das ist schade, sehr schade sogar. Denn nicht selten finden sich darunter Momente der besonderen Art, aus unterschiedlichsten Perspektiven, kurzum: echte Perlen. Laden die Gäste also ihre ausgewählten Fotos (Stichwort Datensouveränität) mit dem ausgerufenen Hashtag auf den jeweiligen Plattformen hoch, können sich alle Anwesenden, aber auch Abwesenden noch Tage, Wochen, gar Monate nach der Feier durch einen bunten Bilderstrauß klicken.

in diesem Sinn: MUiTO OBRiGADA, Ana e Rui - nicht nur für den Hashtag (;

Samstag, 16. August 2014

Patiii Wochenende in und um München

Wer beim Titel an ein feucht-fröhliches Wochenende mit langen Nächten und kurzen Tagen denkt, den muss ich enttäuschen. Denn Patiii steht nicht für Party, sondern für Patin - wobei ich mir noch immer unsicher bin, ob ein Party oder aber ein Patiii Wochenende anstrengender sein kann ;) schööön war es auf alle mal, kommt bald wieder!

vor-zurück-vor-zurück-. . .

Bis zum nächsten Besuch (vielleicht ja sogar dann schon ohne Mama und Papa. . hui!) ist Tante-Lena für Spielplatz, Ausflugs-Tipps und Co. in und um MUC für alle Wetterlagen in den Kommentaren oder auf sonstigen bekannten Wegen sehr dankbar! Empfehlen kann ich im Gegenzug beispielsweise den Wildpark Poing. Große und kleine Kinder kommen hier auf einem Wald- und Wiesenweg auf ihre Kosten. Und sowohl den freilaufenden Rehen und Ziegen als auch den Bären, Hängebauchschweinen und Eulen scheint es im Park prächtig zu gehen. Und freilich waren wir schon beim letzten Besuch im Tierpark in MUC und konnten dort und damals die kleinen Eisbären bewundern, ui.

Ausflug zum Wildpark Poing

Montag, 30. Juni 2014

It's all about content and style

Erinnert ihr euch noch an den Eintrag Irgendwas mit Kommunikation? Der Artikel liegt schon über ein Jahr zurück, ist aber dessen ungeachtet relevant. Besonders für mich. Besonders heute und wahrscheinlich die kommenden Tage und Wochen. Denn die darin diskutierte Frage "Und was machen Sie so beruflich?" wird mir gewiss immer wieder gestellt (werden) und wird im Bereich Kommunikation/PR/Marketing/Journalismus - meiner Meinung nach - auch in den kommenden Jahren spannend bleiben. Wieso ich das glaube, erzähle ich euch heute.

Nachdem ich im Winter meine unbefristete Stelle aus freien Stücken gekündigt hatte, habe ich mich fortgebildet, bin gereist und habe mich auf unterschiedlichste Stellen beworben: Von der politischen Referentin, der Content Managerin über Stellen im Employer Branding bis hin zur Redakteurin war alles dabei. So unterschiedlich die verschiedenen Stellen auf den ersten Blick klingen, sie haben alle mindestens eines gemein: sowohl in der Politik, als auch im Personal und erst recht in PR und im Marketing muss kommuniziert werden. Zu alledem braucht es Inhalt - neudeutsch Content, und das passende Format. Format kann und soll für Form und Kanal ebenso stehen wie für Layout, UX, UE, Usability, Bildkomposition, . . in einem Wort: das Erscheinungsbild.

Während ich in der Masterarbeit noch fein säuberlich versucht habe PR von Marketing abzugrenzen, bin ich mittlerweile der Meinung, dass das eigentlich Unsinn ist; sowohl der Öffentlichkeitsarbeit als auch dem Marketing geht es um Reputation und die Kanäle, deren sich beide Disziplinen bedienen, näheren sich immer mehr einander an. Stichwort: Social Media. Twitter, Facebook und Google+, Xing und LinkedIn sind allesamt Plattformen, auf denen sich Unternehmen - und freilich auch wir uns als Privatpersonen - präsentieren. Ob es sich hierbei um Werbung oder PR handelt, ist häufig nicht voneinander zu unterscheiden. Muss es auch nicht. Es geht schlichtweg darum, einen guten Auftritt hinzulegen. Und letzterer gelingt eben nur mit Content, Inhalt, Style und Stil.

It's not only the content, it is also the style - and I am content with the style war seither meine (manchmal belächelte) Devise. So legte ich beispielsweise während des Studiums bei Referaten, Seminar- oder Abschlussarbeiten auf das Layout mindestens eben soviel Wert wie auf den Inhalt. Und auch einigermaßen gut gelayouteten Bewerbungen wird offenbar ein Rechtschreibfehler verziehen. (;

Kurzum das Auge liest und kommuniziert mit. Insofern geht es nicht nur darum, WAS man(n) bzw. frau konkret "macht" (und welche Berufsbezeichnung er/sie dabei trägt), sondern auch und viel mehr um das WiE. Ich glaube, dass sich Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Journalismus immer näher kommen. Allen geht es um Inhalt UND den Style. Eine Mitteilung braucht nicht nur Nachrichtenwert, sondern auch das geeignete Format. Eine Kampagne braucht nicht nur eine gute Umsetzung, sondern auch eine Message. Ob das jetzt alles so furchtbar neu ist, sei mal dahin gestellt. Irgendetwas mit Inhalt und Stil machen wir jedenfalls alle, egal wie man das dann nennen mag. Und genau deshalb lautet der Titel: It's all about content and style.

In diesem Sinn werde ich versuchen, das Layout meines Blogs in den kommenden Wochen zu überarbeiten, denn mit dem Style bin ich noch nicht zufrieden, aber zumindest in großen Teilen mit dem Inhalt.